Dominik (28), Student, aus Wien empfiehlt „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ von Thomas Mann.

1. Worum geht es für dich in dem Buch?
In der Fragment gebliebenen fiktiven Biografie „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ begleitet man den Betrüger Felix Krull, der seine Umwelt durch herausragende rhetorische Fähigkeiten und Tricksereien in den verschiedensten Situationen zu Täuschen weiß und sich dadurch vom Sohn eines insolventen Schampusfabrikanten bis in die höchsten Kreise der Gesellschaft durchtrickst.

2. Warum empfiehlst du dieses Buch?
Thomas Mann schafft es durch die biografische Erzählweise, den Leser/die Leserin in die Gedankenwelt eines Hochstaplers zu entführen. Dabei wächst einem Felix durch die sympathisch geschilderten Abenteuer, die er durch hervorragendes rhetorisches Geschick zu meistern weiß, mehr und mehr ans Herz. Erst im Nachhinein erkennt der Leser/die Leserin, dass er/sie selbst zum Opfer des Betrügers wurde.

3. Du hast den letzten Satz gelesen, schlägst das Buch zu. Was bleibt?
Eine wunderbar erzählte Geschichte, mit viel Witz und einem unvergleichlichen Sinn für Sprache. Thomas Manns Art zu schreiben begeisterte mich schon immer. Dabei sind viele seiner früheren Werke voller künstlerischer und philosophischer Tiefgründigkeit. Diese rückt in seinem letzten Buch etwas beiseite, um Platz zu schaffen für einen Protagonisten, der mit seinem Sprachwitz nicht nur bei den betrogenen Opfern zu überzeugen weiß.

4. Was ist Dein Lieblingszitat?
„Liebe die Welt und sie wird dich lieben.“

Thomas Mann. Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull. 1954