Pénélope (27), Tänzerin, aus Wien empfiehlt „Je n’ai jamais embrassé Laure“ von Kiev Renaud.

1. Worum geht es für dich in dem Buch?
In diesem Buch geht es um das, was nicht gesagt wird. Laure ist schön, Florence ist es auf ihre eigene Art. Die beiden sind wie Schwestern; vielleicht auch mehr als das. Vieles verbindet sie seit ihrer Kindheit und ihre Leidenschaft füreinander lässt auch nach Florence Hochzeit nicht nach. Dann kommt Cassandre zur Welt, die einen besonderen Platz in diesem Beziehungsgeflecht einnimmt.

2. Warum empfiehlst du dieses Buch?
Kiev Renaud hat mit ihren kurzen aneinandergereihten Episoden aus dem Leben ihrer Frauenfiguren einen Roman geschaffen, der seinen LeserInnen viel Raum lässt, jene Lücken zu schließen, die sich immer wieder zwischen den Zeilen auftun.

3. Du hast den letzten Satz gelesen, schlägst das Buch zu. Was bleibt?
Es ist unwichtig, was genau zwischen Laure und Florence passiert ist. Das Wesentliche ist im Raum ihrer Erinnerung und Zuneigung füreinander.

4. Was ist dein Lieblingszitat?
„Il me semble que les enfants sont comme des négatifs en attente d’être développés: la moindre tache devient apparente, sombre et creuse une fois agrandie.“

Kiev Renaud. Je n’ai jamais embrassé Laure. 2016