Boy, Partnerhund, aus Wien empfiehlt „Der Scheich mit der Hundehaarallergie“ von Helge Schneider.

1. Worum geht es für dich in dem Buch?
Der vierte Kriminalfall von Kommissar Schneider führt ihn in den Nahen Osten. Er ist auf der Jagd nach einem Scheich, der in den 70ern einen Bernhardiner in der Schweiz tötete. Dieser hatte ihn zwar bei einem Lawinenunglück gerettet, aber beim Scheich gleichsam eine Hundehaarallergie ausgelöst, wofür dieser sich rächte. Oder stimmt das gar nicht und es ist doch alles anders? Und kann ein Hund denn überhaupt einen Buchtipp geben?

2. Warum empfiehlst du dieses Buch?
Helge Schneider selbst wird im Klappentext mit den Worten zitiert: „Sehr geehrter/r Leser/in! Ich kann Ihnen das Buch nicht empfehlen.“ Ein weiteres Stilmittel, das im Buch aufgelöst wird. Ich möchte daher den Roman auf jeden Fall empfehlen, denn wie die anderen zuvor, zeichnet sich auch dieser durch vollkommenen Irrwitz aus. Jedes Kapitel straft seine Vorgänger lügen, ja ich möchte sagen, gar jeder Satz führt seine Vorgänger ad absurdum. Raum, Zeit, Handlung – variabel und austauschbar. Helge Schneider spielt nicht nur mit Worten, er spielt hier auch mit Genres, mit dem Schreiben von Literatur allgemein und den Nerven seiner LeserInnen.

3. Du hast den letzten Satz gelesen, schlägst das Buch zu. Was bleibt?
Die Freude über ein kurzweiliges Buch, das die eigenen Gehirnwindungen fordert.

4. Gefällt dir etwas nicht an dem Buch?
Dass in dem Buch ein Hund stirbt.

Helge Schneider. Der Scheich mit der Hundehaarallergie. Komissar Schneider flippt extrem aus. 2001