Gernot, Hausarbeiter, aus Wien empfiehlt „Mister Aufziehvogel“ von Haruki Murakami.

1. Worum geht es für dich in dem Buch?
Wie in den meisten Werken von Murakami geht es um Vereinigung scheinbar unvereinbarer Dinge: östliche/westliche Kultur, Diesseis/Jenseits, Mann/Frau, Gegenwart/Vergangenheit. Im „Aufziehvogel“ geschieht dies derart meisterhaft, dass nie klar ist, wo eines beginnt und das andere endet.

2. Warum empfiehlst du dieses Buch?
Um es weiter zu reichen, wie es auch mir mit einer Empfehlung weitergereicht wurde.

3. Du hast den letzten Satz gelesen, schlägst das Buch zu. Was bleibt?
Ein unendlich kurzer langer Moment des Atemholens und Neujustierens.

4. Was ist Dein Lieblingszitat?
„Aber zu wissen, was ich nicht will, hilft mir nicht, mir darüber klar zu werden, was ich will. Wenn ich müßte, könnte ich so ziemlich alles tun. Aber ich habe keine Vorstellung, kein Bild von der einen Sache, die ich wirklich tun will. Das ist augenblicklich mein Problem. Ich kann das Bild nicht finden.“

Haruki Murakami. Mister Aufziehvogel. 1995