Axel, Qualitätsmanager, aus Steinerkirchen empfiehlt „Nachtzug nach Lissabon“ von Pascal Mercier.

1. Worum geht es für dich in dem Buch?
Ein Schweizer Altphilologe, der seit Jahren mehr in seinen Texten als in der Realität lebt, bricht eines Tages aus seinem routinierten Alltag aus und reist Hals über Kopf mit dem Zug nach Lissabon. Auslöser dafür ist das Buch eines portugiesischen Arztes, der ihm aus der Seele zu sprechen scheint. Von dieser Person immer mehr in den Bann gezogen, beginnt für ihn eine Reise zurück in die Zeit der Salazar-Diktatur, zum Leben erweckt durch die Personen, welche dem Arzt am Nächsten standen, in die Gedanken einer verwandten Seele, in dessen Erinnerungen und Erfahrungen er laufend Parallelen zu seinem Leben findet, und schließlich zu sich selbst und seiner eigenen Vergangenheit.

2. Warum empfiehlst du dieses Buch?
„Nachtzug nach Lissabon“ ist eine spannende Reise in die Gedanken von gleich zwei außergewöhnlichen Protagonisten, die, jeder auf seine Weise, über das (großteils bereits vergangene) Leben philosophieren. Durch den ausführlichen und gemächlichen, jedoch nie langatmigen Erzählstil, ist es ein Leichtes, vollständig in die Erlebnisse dieser beiden einzutauchen. Dabei kommt man dann auch nicht umhin, immer wieder über Selbsterlebtes nachzudenken und oft aus einem neuen Winkel zu betrachten. Die Buch-im-Buch Sequenzen laden ganz besonders dazu ein.

3. Du hast den letzten Satz gelesen, schlägst das Buch zu. Was bleibt?
Das Buch liefert mir bei jedem Durchlesen Denkanstöße zu verschiedensten bedeutenden Themen des Lebens, die über den letzten Satz hinaus eine greifbare Präsenz behalten und im Kopf nachhallen.

4. Was ist Dein Lieblingszitat?
„Wenn die Diktatur eine Tatsache ist, ist die Revolution eine Pflicht.“

Pascal Mercier. Nachtzug nach Lissabon. 2004